Ein Relaunch ist meistens eine Nachricht, die nach außen keine große Aufmerksamkeit bekommt. Patienten, die die alte Website kannten, besuchen die neue und merken, dass sich etwas verändert hat. Ob das positiv oder verwirrend wirkt, hängt davon ab, wie der Übergang kommuniziert wird.
Warum Kommunikation beim Relaunch unterschätzt wird
Die meisten Praxen launchen eine neue Website und erwarten, dass die Verbesserungen für sich sprechen. Das stimmt für neue Patienten, die die alte Website nie gesehen haben. Für bestehende Patienten, die die alte Adresse kennen, einen alten Link gespeichert haben oder bestimmte Seiten regelmäßig besuchen, kann die plötzliche Veränderung verwirrend sein.
Ein bekannter Link, der plötzlich nicht mehr funktioniert. Eine Seite, die jetzt anders heißt. Ein Termin-Link, der ins Leere führt. Diese kleinen Probleme entstehen bei jedem Relaunch, wenn URLs geändert werden und nicht alle Weiterleitungen korrekt gesetzt sind.
Was bestehende Patienten wissen sollten
Grundsätzlich gilt: Bestehende Patienten müssen nicht aktiv über den Relaunch informiert werden, wenn der Übergang reibungslos funktioniert. Wenn alte Links weiterleiten, das Kontaktformular noch an dieselbe Adresse schickt und die Telefonnummer unverändert ist, bemerken die meisten Patienten den Relaunch als positiv, ohne aktiv informiert zu werden.
Kommunikation ist dann sinnvoll, wenn sich etwas Wesentliches geändert hat. Neue Öffnungszeiten, neue Telefonnummer, neues Buchungssystem, neue Adresse. Diese Änderungen müssen aktiv kommuniziert werden, über Aushang in der Praxis, E-Mail an Bestandspatienten oder eine kurze Notiz in der nächsten Terminerinnerung.
Soziale Medien als Kanal
Wenn die Praxis auf Instagram, Facebook oder einem anderen Kanal präsent ist, ist der Relaunch ein legitimer Anlass für einen Post. Nicht als große Ankündigung, sondern als kurze Information: „Wir haben unsere Website erneuert. Schaut gern mal vorbei.“ Ein Bild des neuen Designs und ein Link sind genug.
Solche Posts zeigen, dass in der Praxis etwas passiert. Das ist für viele Follower bereits ein positives Signal.
Was nicht nötig ist
Eine groß angelegte Kommunikationskampagne zum Website-Relaunch ist nicht nötig und kann sogar seltsam wirken. Die Website ist ein Mittel zum Zweck, keine Leistung, über die man sich ausgiebig freut. Wer zu viel Aufhebens darum macht, lenkt die Aufmerksamkeit auf das Medium statt auf die Inhalte.
Der Relaunch als Anlass für Feedback
Ein Relaunch kann genutzt werden, um von bestehenden Patienten Feedback zur Website zu erhalten. Nicht als formale Umfrage, sondern als kurze Frage beim nächsten Termin: „Wir haben unsere Website neu gestaltet. Haben Sie schon mal draufgeschaut?“ Die Antworten sind meistens aufschlussreich und liefern konkrete Hinweise, was gut angekommen ist und was möglicherweise noch überarbeitet werden sollte.
Was bei veralteten Kontaktdaten passiert
Wenn eine Praxis durch den Relaunch neue Kontaktinformationen einführt, etwa eine neue E-Mail-Adresse, sollte die alte Adresse mindestens sechs Monate noch aktiv bleiben und eingehende Nachrichten weiterleiten. Viele Patienten haben alte Kontaktdaten gespeichert und nutzen sie, ohne zu wissen, dass sich etwas geändert hat.
Was man von Patienten lernen kann
Bestehende Patienten, die die alte Website kennen, können wertvolles Feedback zur neuen geben. Nicht als formale Umfrage, sondern als kurze Frage beim nächsten Termin: „Haben Sie unsere neue Website schon gesehen?“ Die Antworten sind oft aufschlussreich und zeigen, was gut angekommen ist und was möglicherweise noch verbessert werden kann.