Leistungsseiten auf Zahnarztwebsites erfüllen ihre Aufgabe fast nie vollständig. Sie informieren, ja. Aber sie führen selten zu einer Entscheidung. Der Grund: Sie sind für Zahnärzte geschrieben, nicht für Patienten.
Der Unterschied zwischen Informieren und Überzeugen
Informieren bedeutet, Fakten bereitzustellen. Überzeugen bedeutet, eine Verbindung herzustellen zwischen dem, was die Praxis anbietet, und dem, was der Patient braucht oder möchte.
„Wir bieten professionelle Zahnreinigung an“ ist eine Information. „Eine professionelle Zahnreinigung dauert rund eine Stunde und hinterlässt ein Gefühl, das man sofort spürt“ ist eine Verbindung. Der zweite Satz erzeugt ein Bild und eine Erwartung. Er spricht etwas an, das der Patient sich vorstellen kann. Und was man sich vorstellen kann, weckt Interesse.
Fachbegriffe erklären oder ersetzen
Es gibt Fachbegriffe, die auf einer Website vorkommen können, zum Beispiel weil sie in Suchanfragen verwendet werden oder weil Patienten sie aus anderen Quellen kennen. Aber jeder Fachbegriff, der auftaucht, braucht entweder eine kurze Erklärung im selben Satz oder wird durch einen allgemeinverständlichen Begriff ersetzt.
„Endodontische Behandlung“ versteht außerhalb des Fachbereichs kaum jemand. „Wurzelbehandlung“ versteht jeder. „Parodontale Therapie“ ist unbekannt. „Behandlung von Zahnfleischerkrankungen“ ist klar. Diese Übersetzungen kosten nichts, machen aber den Unterschied, ob ein Patient versteht, ob diese Leistung für ihn relevant ist.
Was Patienten bei Leistungen wirklich wissen wollen
Patienten, die auf einer Leistungsseite landen, haben meistens dieselben Grundfragen: Ist das etwas für mich? Wie läuft das ab? Tut das weh? Was kostet das? Wie lange dauert es? Wenn eine Leistungsseite diese Fragen nicht beantwortet, hat sie ihre wichtigste Aufgabe nicht erfüllt, auch wenn sie inhaltlich korrekt ist.
Diese Fragen müssen nicht als FAQ am Ende der Seite stehen. Besser ist es, sie in den Text einzubauen. Ein Absatz über den Ablauf beantwortet die Frage nach dem Wie. Ein ehrlicher Satz über Schmerzen oder deren Ausbleiben beantwortet die Frage, die niemand gern stellt, aber jeder hat.
Struktur für Leistungsseiten
Eine bewährte Struktur für Leistungsseiten beginnt mit einer kurzen, patientenorientierten Einleitung: Für wen ist diese Leistung? Danach folgt eine Beschreibung dessen, was passiert, also der Ablauf in einfachen Schritten. Dann kommen Antworten auf die häufigsten Fragen, idealerweise ohne diese als FAQ zu bezeichnen, sondern in fließenden Abschnitten. Am Ende ein klarer Hinweis, wie der Patient einen Termin vereinbaren kann.
Das ist kein ausgefallenes Konzept, es ist Logik. Wer eine Leistung anbietet, erklärt, was sie ist, für wen sie taugt, wie sie abläuft, und was als nächstes zu tun ist. Das ist auf jeder guten Produktseite der Welt so, und für Zahnarztleistungen gilt dasselbe.
Bilder helfen, aber ersetzen keinen Text
Bilder können auf Leistungsseiten unterstützend wirken, zum Beispiel ein ruhiges Foto aus dem Behandlungsraum oder ein Bild, das Entspannung ausstrahlt. Aber sie ersetzen keinen klaren Text. Wenn die Bilder professionell sind, der Text aber unklar, entscheidet immer der Text, ob ein Patient Vertrauen fasst.
Eine Leistungsseite ohne Text, die nur aus Bildgalerien und Aufzählungen besteht, sagt dem Patienten nicht, ob diese Leistung etwas für ihn ist. Sie zeigt, was angeboten wird, aber nicht, warum es relevant ist. Beides braucht es.